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GAZPROM, E.ON, Shell und OMV vereinbaren Ausbau der Transportkapazitäten für Lieferungen von russischem Erdgas nach Europa

Auf dem 19. internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg haben der
Vorstandsvorsitzende von GAZPROM, Alexey Miller, das Vorstandsmitglied von E.ON SE, Klaus Schäfer, der Hauptgeschäftsführer von Royal Dutch Shell plc, Ben van Beurden, und das Vorstandsmitglied der OMV AG, Manfred Leitner, heute eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit der Unternehmen am Projekt zum Ausbau der Infrastruktur für Direktlieferungen von russischem Erdgas an die Verbraucher in Europa unterzeichnet.

 

In der Erklärung dokumentieren die Partner ihre Absicht, zwei neue Stränge der Nord Stream Pipeline aus Russland durch die Ostsee nach Deutschland zu bauen. Über die beiden neuen Leitungsstränge sollen jährlich zusätzlich 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas fließen.

 

Angesichts der Tatsache, dass die Gasproduktion in den europäischen Ländern selbst rückläufig ist, der Gasbedarf jedoch weltweit steigt, betonen die Partner, dass eine neue Infrastruktur entwickelt werden müsse, um die europäischen Verbraucher verlässlich mit dem umweltfreundlichen Brennstoff Erdgas versorgen zu können.

 

Daher werden die Partner alsbald ein Gemeinschaftsunternehmen zur Umsetzung des Projekts gründen. Dabei wollen sie u.a. die von der Nord Stream AG seit 2012 aus dem Betrieb der Pipeline gewonnenen positiven Erfahrungen und die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie entsprechend nutzen.

 

„Seit Inbetriebnahme der Nord Stream Pipeline untersucht GAZPROM Optionen, wie die Kapazitäten dieser Exporttrasse ausgebaut werden können. Seit heute können wir dieses Projekt nun gemeinsam mit unseren Partnern endlich umsetzen. Die Schaffung der zusätzlichen Transport-Infrastruktur als kürzestem Verbindungsweg zwischen den Gasfeldern im Norden Russlands und den Märkten in Europa wird zur Erhöhung der Sicherheit und Verlässlichkeit der Lieferungen nach neuen Verträgen beitragen“, sagte GAZPROM-Chef Alexey Miller.

 

„Mit diesem Projekt wollen wir unsere erfolgreiche Partnerschaft mit GAZPROM fortsetzen und weiter ausbauen. Der Bau der Nord Stream Pipeline hat gezeigt, dass der Gastransport durch die Ostsee aus wirtschaftlichen, technischen und umweltrelevanten Gesichtspunkten eine verlässliche Lösung zur Deckung des Energiebedarfs der EU ist“, erklärte Klaus Schäfer.

 

„Da Erdgas auch weiterhin eine wichtige Rolle im europäischen Energiemix spielen wird, sind solch neue Projekte wichtig, um den Energiebedarf zu decken, und zwar insbesondere deshalb, weil die Gasproduktion in den europäischen Ländern selbst rückläufig ist“, betonte Ben van Beurden.

 

„Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur wesentlichen Erhöhung der Sicherheit von
Gaslieferungen nach Zentraleuropa und trägt somit zur Stärkung von Baumgarten in Österreich als Gashub bei. Unsere nunmehr fast 50 Jahre bestehende Zusammenarbeit mit GAZPROM wird zum Erfolg dieses Vorhabens beitragen, mit dem die Energieliefertrassen nach Europa weiter diversifiziert werden können“, sagte Manfred Leitner.

— 18.06.2015

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