— Schalker Energiegespräch

Quo vadis, Energiewende?

 

Im Beisein des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies diskutierten 25 Experten aus Politik und Wirtschaft beim letzten Heimspiel gegen den SC Paderborn die Umsetzung der Energiewende. Schalkes Hauptsponsor GAZPROM hatte hierzu eingeladen.

Wie kann der Umbau der Energieversorgung gelingen? Welche Rolle nimmt Erdgas im Energiemix der Zukunft ein? Antworten auf diese und weitere Fragen gaben Experten bei der 4. Ausgabe des Schalker Energiegesprächs. Hierzu begrüßte Mirco Hillmann vom Gastgeber GAZPROM Germania die Referenten Dr. Patrick Matschoss (Plattform Energiewende, IASS Potsdam), Dr. Axel Botzenhardt (Thyssengas), Peter Meyer (Erdgas mobil) und Timo Vehrs (Gazprom Germania).

 

Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies berichtete, welche Auswirkungen die Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens Tönnies Fleischwerk hat. „Wir setzen auf dezentrale und gasbetriebene Blockheizkraftwerke und haben damit gute Erfahrungen gemacht. Erdgas ist sauber, effizient und vielfältig einsetzbar“, berichtete Tönnies. Zudem könne in den Kleinkraftwerken Biogas eingesetzt werden. In seinen Fleischereibetrieben falle eine Menge an Biomasse an, die man in diesen Biogasanlagen wieder verwerten könne, so Tönnies.

 

Die Beteiligten waren sich einig, dass die Energiewende in vollem Gang und auch nicht mehr aufzuhalten sei. Einig waren sie sich auch darüber, dass Erdgas eine tragende Rolle einnehmen kann und soll.

 

Dr. Patrick Matschoss, Mitarbeiter der Plattform Energiewende am IASS Potsdam zeigte sich überzeugt, dass die Energiewende nur europäisch gelingen kann. „Deutschland braucht Europa, aber Europa braucht auch Deutschland für die Energiewende.“ Erdgas werde hier eine wichtige Rolle spielen. Die unstete Stromproduktion aus Wind- und Sonnenkraftwerken müsse auch in Zukunft durch herkömmliche Kraftwerke ausgeglichen werden. Gaskraftwerke seien hier ein idealer Partner, da diese schnell und flexibel für die Stromproduktion einspringen können, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. „Erdgas ist am besten geeignet, um die Energiewende zu komplimentieren.“

 

Für eine bessere Einbindung der russischen Erdgaslieferanten in den europäischen Markt plädierte Dr. Axel Botzenhardt, Geschäftsführer des Ferngasnetzbetreibers Thyssengas. „Wir müssen die russischen Partner noch besser in den europäischen Markt integrieren.“ Angesichts der zurück-gehenden Erdgasproduktion in Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland sei dies für die Versorgungssicherheit unerlässlich.

 

Timo Vehrs, Direktor Geschäftsentwicklung bei GAZPROM Germania, nahm den Ball von Botzenhardt auf und sagte: „Als Gazprom können wir Versorgungssicherheit bieten.“ Weiterhin wies er auf die Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit von Erdgas hin. Ob zur Stromerzeugung, zum Heizen oder im Verkehr – Erdgas sei vielfältig einsetzbar.

 

Peter Meyer von der Initiative „Erdgas Mobil“ zeigte die Möglichkeiten von Erdgas im Verkehr auf. Mit Erdgas-Fahrzeugen könne der Ausstoß von Treibhausgasen im Straßenverkehr erheblich reduziert werden. Die Technik sei ausgereift und die Hersteller würden vermehrt „neue Fahrzeuge mit fortgeschrittener Technologie anbieten.“

 

 

 

 
 

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