
Ein Geschäftsfeld mit großem Zukunftspotential ist die Verflüssigung von Erdgas. Flüssigerdgas wird ebenfalls als LNG (Liquefied Natural Gas) bezeichnet und entsteht durch die Abkühlung von Erdgas auf -161°C bis -164°C. Durch die Verflüssigung hat das Erdgas nur noch etwa ein Sechshundertstel seines Volumens. Das hat bei seinem Transport und seiner Lagerung große Vorteile, da es zum Beispiel per Schiff transportiert werden kann.
Sämtliche LNG-Aktivitäten wurden 2008 an eine eigenständige Gesellschaft, die Gazprom Global LNG (GGLNG) als Tochtergesellschaft der GM&T, übertragen. Hierbei liegt der Fokus im weltweiten Handel mit Flüssigerdgas und in der stetigen Weiterentwicklung dieses Geschäftsfeldes. Damit verfolgt die GAZPROM Germania Gruppe einen weltweit ansteigenden Trend.
Auch 2010 wuchs die Bedeutung von verflüssigtem Erdgas (LNG) aufgrund der großen Preisunterschiede zu langfristigen Pipelinegasverträgen. Neue Verflüssigungskapazitäten im Nahen Osten und Regasifizierungskapazitäten in Europa haben die Position von LNG noch gestärkt und unter anderem zu einem historisch niedrigen Preisniveau an den Handelsplätzen in Westeuropa geführt.
Der LNG-Absatz konnte von 1.887 Mio. m³ in 2009 auf 2.512 Mio. m³ im Geschäftsjahr um 33,1 % gesteigert werden. Überdurchschnittliche Gewinnzuwächse wurden im LNG-Handel mit Japan, Korea, China und Taiwan erzielt. Erstmals wurden durch Gazprom Marketing & Trading Singapore PTE Ltd. Tradinggeschäfte mit Öl und Biomasse abgewickelt.