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Die Pilze der russischen Avantgarde

Zeitgenössische Kunst von Igor Makarevich und Elena Elagina

 

Die „Pilze der Russischen Avantgarde“ der Konzept-Künstler Igor Makarevich (geb. 1943) und Elena Elagina (geb. 1951) waren, mit der Unterstützung von GAZPROM Germania, im November 2008 in der A-Foundation, Rochelle School in London/Großbritanien zu sehen. Im Dezember 2008 wurden die Werke für einen Monat in der Berliner Galerie Sandmann präsentiert.

 

Zentrales Motiv der Ausstellung ist der halluzinogene, magische Pilz. Er dient den Künstlern als Metapher für die Irrationalität, von der die moderne Kultur ebenso durchdrungen ist, wie es die alten mystischen Praktiken waren. Die Ikone des Modernismus, der Turm von Wladimir Tatlin, der aus einem Fliegenpilz hervor sprießt, dient in diesem Kontext als Bild des visionären und utopischen Charakters der russischen Avantgarde. Eine Serie mit Fotomontagen Moskauer Gebäude unterstreicht die pilzartigen Eigenschaften eines Großteils der Architektur des 20. Jahrhunderts. Dieser Humor legt nahe, dass halluzinatorische Visionen nicht nur Schamanen, Verrückten und Aussteigern vorbehalten sind, sondern ebenso eine Facette des modernen Lebens darstellen.

 

Makarevich und Elagina – privat wie künstlerisch ein Paar – gehören zur Gruppe der Moskauer Konzeptualisten, die an der Seite der international bekannten Künstler Ilja Kabakow, Erik Bulatow und Oleg Wassilijew eine neue Sprache für die Kunst in Russland schufen, als die Verbindung zum Westen noch abgeschnitten war. Ihre Performances mit der Gruppe „Kollektive Aktionen“ während der 1970er und 1980er Jahre sind bis heute legendär.

 

Kuratoren der Ausstellung waren Nana Zhvitiashvili, Mitbegründerin des ARTiculate Art Fund und Kuratorin der Abteilung für zeitgenössische Kunst im Staatlichen Russischen Museum in St. Petersburg und Nadim Julien Samman, unabhängiger Kurator, der am Courtauld-Institut über die Geschichte der russischen postkommunistischen Kunst promoviert.

 

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