Erdgas ist ein brennbares Naturgas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es muss also genauso wie Erdöl aus den Tiefen der Erde gefördert werden. Da es ähnlich wie Erdöl entsteht, tritt es häufig zusammen mit dem "schwarzem Gold" auf.
Den Rohstoff Erdgas gibt es in vielen Varianten. Je nach Förderregion unterscheidet man verschiedene Qualitätsstufen von Erdgas, die auf unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung beruhen. Eines aber ist bei allen Erdgasformen gleich: der Hauptbestandteil ist Methan. Häufig enthält Erdgas auch größere Anteile so genannter höherer Kohlenwasserstoffe (Alkane) wie Ethan, Propan, Butan und Pentan. Weitere Bestandteile sind teilweise Schwefelwasserstoffe und zum Teil bis zu neun Prozent Kohlenstoffdioxid.
Nach dem Methangehalt klassifiziert man zwei große Gruppen:
Folglich variiert mit dem Anteil des Methans der Prozentsatz der übrigen Gase im Erdgas, der sogenannten Inertgase. Diese reaktionsträgen (inert) Gase sind meist Stickstoff oder Kohlendioxid sowie Edelgase wie Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon oder Radon. Ist dem Erdgas Schwefelwasserstoff auf natürlichem Wege beigemischt, handelt es sich um sogenanntes „Sauergas“, das aufwendig gereinigt werden muss.